Editorial

Meine sehr verehrten Damen und Herren, herzlich willkommen auf den Seiten der Holzbaureferenzdatenbank des Clusters Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Mit dem Zuwendungsbescheid des Landesbetriebes Wald und Holz vom 14.11.2011 (AZ.: 380-10-01.004) wurde auf Initiative des Ministers für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW Herrn Johannes Remmel, die lang geplante und diskutierte Einrichtung eines landesweiten Cluster-managements Wald und Holz in die Tat umgesetzt. Ziel ist es, das Cluster Wald und Holz durch den Aufbau landesweiter Strukturen und die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zu fördern und damit seine nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Gleichzeitig soll die Vorbildfunktion des Clusters Wald und Holz für nachhaltiges Wirtschaften, Ressourceneffizienz und Klimaschutz besser nach außen deutlich gemacht werden. Weitere Informationen zum Cluster Wald und Holz NRW finden Sie auf unserer Homepage www.cluster-wald-holz.de. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Cluster Wald und Holz die vorliegende Holzbaureferenzdatenbank entwickelt und mit finanzieller Unterstützung des MKULNV und des Landesbetriebes Wald und Holz NRW in die Tat umgesetzt. Hier wird anhand herausragender Beispiele des Holzbaus in Nordrhein-Westfalen deutlich gemacht, wie leistungsfähig der nachwachsende Rohstoff Holz im Bauwesen eingesetzt werden kann und welche vielfältigen, archetektonischen Gestaltungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Holz ermöglicht werden. Nachfolgend sei der Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Herr Johannes Remmel zitiert, der anlässlich der Verleihung des Holzbaupreises NRW 2013, folgende Worte fand: „Die klimapolitischen Ziele in Nordrhein-Westfalen, die im Klimaschutzgesetz NRW deutlich formuliert sind, können und müssen wir mit einer vernünftigen Ökonomie verbinden. Holznutzung ist Klimaschutz – und Holz ist ein Naturprodukt mit einer großen Zukunft in der Produktentwicklung und bei Produktionsverfahren. Wenn wir also die Förderung des effizienten Bauens mit Holz als Teil der Klimaschutzpolitik in NRW ansehen, so bieten hier vor allem die urbanisierten Räume ein großes Potential für moderne Holzbautechnologien. Das trifft auf den Neubau ebenso zu, wie auf die energetische Gebäudesanierung und das Bauen im Bestand. Was dazu in NRW schon alles möglich ist, das zeigen eindrucksvoll die eingereichten Wettbewerbsbeiträge zum nordrhein-westfälischen Holzbaupreis 2013. Sie zeigen im übrigen auch, dass für die Realisierung anspruchsvoller Holzbauprojekte leistungsstarke Partner aus dem Cluster Wald und Holz bereit stehen. Gerade im Bausektor steigen die Verwendungsmöglichkeiten von Holz zunehmend an. Holz ist hier auf dem besten Wege, dem Stahl als den vorrangigen Werkstoff ein ernsthafter Konkurrent zu sein. In neu entwickelten Produktionsverfahren kann Holz inzwischen verflüssigt oder biegbar gemacht werden. Holz kommt oft besser als Stahl den ökologischen, konstruktiven und ästhetischen Ansprüchen entgegen. Allerdings wird dies allein nicht reichen, wenn es um den langfristigen Klimaschutz geht. Hier muss sich der Baubereich als wirtschaftliche Schlüsselbranche unbedingt mehr als bisher der Energie- und Rohstoffeffizienz zuwenden. Es sollten daher von den, in dieser Dokumentation vorgestellten Objekten, weitere Impulse für den Holzbau in NRW ausgehen.“

Diese Worte verdeutlichen, welche Bedeutung auch die Landesregierung der Verwendung von Holz im Bauwesen beimisst.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, die vorliegende Holzbaureferenzdatenbank hat nicht den Anspruch, alle Holzbauten in NRW zu erfassen und darzustellen sondern hat das Ziel, herausragender Projekte des Holzbaus in Nordrhein-Westfalen vorzustellen. Es ist also eindeutig die Qualität vor die Quantität gestellt worden aber es wird trotzdem die Vielfalt des Holzbaus präsentiert.

So finden sich in dieser Datenbank neben Beispielen des Wohnungsneubaus (Einfamilienhäuser etc.), auch hervorragende Beispiele des Ingenieurbaus (z.B. Sonderbauten und Holzbrücken), Industriebauten (z.B. Verwaltungsgebäude und Produktionsstätten) sowie kommunale und sakrale Bauwerke (z.B. KITA’s und kirchliche Gebäude) und eine Reihe von vorbildhaften Gebäudesanierungen mit Holz.

Grundgerüst der Datenbank sind die eingereichten Wettbewerbe des Holzbaupreises NRW 2013. Ziel ist es, die Datenbank jährlich um etwa zehn weitere, herausragende Objekte aus Nordrhein-Westfalen zu erweitern. Auch ist diese Homepage mit anderen Holzbaudatenbanken sowie weiteren interessanten Seiten zu dem Thema „Cluster Wald und Holz“ verlinkt, um Ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich noch umfassender über die Leistungsfähigkeit des nachwachsenden und klimaschützenden Rohstoffes Holz zu informieren.

Viel Spaß und Freude bei der Entdeckung der Vielfalt bei der Verwendung von Holz im Bauwesen wünscht Ihnen

Dr. Volker Ehlebracht, Landesclustermanager Wald und Holz NRW